Schlossbrauerei Au-Hallertau
Schlossbrauerei Au-Hallertau

Schlossbrauerei Au-Hallertau

Stolz ist die Schlossbrauerei auf mehr als 425 Jahre Brauereigeschichte, wird doch auf dem Schloss-Areal seit mehr als 425 Jahren erfolgreich Bier gebraut. Doch es ist mehr als eine Vermutung, dass schon viele Jahre vorher am Ort Bier gebraut wurde.
Nachweislich ist, dass seit 1590 in der Schlossbrauerei Au Bier gebraut wird. In der Schlosschronik von Au ist nachzulesen, dass ein Brauer Schwaiger aus Nandlstadt seiner Herrschaft Bier gebraut hat. Die Schlosschronik belegt dann den häufigeren Besitzerwechsel von Schloss und Brauerei. Die Freiherren von Thurn waren bis 1642 die Besitzer von Schloss und Brauerei. Ihnen folgten für die Jahre von 1544 bis 1669 die Freiherren von Fraunhofen als Eigentümer der Liegenschaft. Die heutige Brauerei – so die Chronik – wurde im Jahr 1792 erbaut. Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass auch die Grafen Montgelas für eine kurze Dauer (1833 – 1845) Schloss und Brauerei im Besitz hatten.
1846 endete der häufige Besitzerwechsel. Das Schlossareal mit Brauerei wurde von der Familie Beck von Peccoz erworben. Derzeit – bereits in der sechsten Generation – leitet die Familie Freiherr Michael Beck von Peccoz als Besitzer Schloss und Schlossbrauerei in Au.
Der Vorfahr Eugen Beck Freiherr von Peccoz begann 1873 mit den umfassenden Renovierungsarbeiten und der Neugestaltung. Die Landwirtschaft wurde aufgegeben, aus freiwerdenden Räumen wurde die Gastronomie und zum Gasthaus wandelte sich das ehemalige Sudhaus. Aus der prächtigen Kastanienallee wurde ein schattiger Biergarten.

Michael Beck von Peccoz ist Industriekaufmann, in die Braukunst hat er nur kurz im Verlauf eines Technikums hineingeschnuppert. Er sagt selbst: „Das Bier, das ich braue, möchte niemand trinken.“ Aber in der Leitung und Führung der Brauerei engagiert er sich zu 100 Prozent. Bewahrt die alten Traditionen und schaut mit Weitblick in die Zukunft der Brauerei. Gestützt auf modernes Management und zeitgemäße Technik, wird die erfolgreiche Geschichte der Schlossbrauerei nahtlos fortgeführt. Es wundert nicht, dass die Biere aus Au im Herzen der Hallertau weit über die Hopfenregion bekannt sind und geschätzt werden. Selbst ins ferne China und in die USA werden Auer Biere exportiert. Der Bierausstoß steigt kontinuierlich, waren es 1960 noch 15.000 Hektoliter, waren es 2014 bereits 50.000 Hektoliter und im Jahre 2015 etwa 55.000. Die Abgrenzung zur Großbrauerei liegt bei 100.000 Hektolitern. Bei der Betrachtung dieser Entwicklung meint Michael Beck von Peccoz: „Wir sind also eine richtige, mittelständige Brauerei.“ Er vertritt die Meinung, dass das auch so bleiben soll. Die Brauerei beschäftigt 38 Mitarbeiter.

Die Schlossbrauerei beliefert den einheimischen Markt mit den klassischen Traditionsbieren – Helles, Weißbier und Pils. Teile der Produktion gehen in den Export, der liegt bei etwa 20 Prozent. Gute Chancen auf ein Auer Bier gibt es auch für Reisende in Berlin, am Gardasee oder in Prag.
Ein wahrer Glücksfall ist die Zusammenarbeit mit der Boon Rawd Brewery in Thailand. Für sie braut die Schlossbrauerei Au Singha-Bier. Der Hallertauer Brauereifachmann Briem, technischer Direktor der Boon Rawd Brewery, hatte die ersten Kontakte zur Schlossbrauerei geknüpft, dabei ging es um die Lizenz des Singha-Bier-Brauens.

Der Geschäftsführer der Schlossbrauerei, Freiherr Michael Beck von Peccoz, behagt der Begriff „Craft“ gleich „Handwerk“ nicht besonders. Er legt Wert auf die Feststellung: „Sämtliche Biere, die das Unternehmen Schlossbrauerei Au verlassen, sind nach handwerklich bester Braukunst produziert.
Trotzdem entwickelt sich das Craft-Beer zum dritten Standbein des Unternehmens. Große Erfolge erzielte das „Hallertauer“, ein Kellerbier – unfiltriert, gestopft mit Mandarin-Hopfen. Ursprünglich sollte das ein Sommerbier werden, doch dank der großen Nachfrage, gibt es das Bier das ganz Jahr durch. Der Hopfull ist dem IPA (Indian Pale Ale) nachempfundene Kopie.
Gleich aus mehreren Hallertauer Hopfensorten wird das IPA gebraut und erst bei der Lagerung des Bieres, wird der „Saphir“, ein Aromahopfen, zugegeben. Ein typisches Winterbier ist ein „Dark Ale.“ Dem steht die leichte Sommervariante – mit weniger Alkohol dafür aber sehr fruchtig – gegenüber. Mehrere Hopfensorten geben dem „Summer Ale“ die fruchtige Fülle.

Für die einwandfreie Güte der Auer-Biere, die alle auf dem Reinheitsgebot basieren, ist der Braumeister Stefan Ebensperger mit seinen tief, greifenden Kontrollen zuständig. Es ist schon eine besondere Auszeichnung, das CMA Gütezeichen für außergewöhnliche Qualität. Erhalten hat es als erste deutsche Brauerei die Schlossbrauerei Au-Hallertau.

Die Hallertau, Au und der Hopfen – drei Trümpfe für ein gutes Bier

Die Hallertau (auch Hollerdau oder Holledau genannt), liegt fast mittig in Bayern, ist der Welt größtes, zusammenhängendes Hopfenanbaugebiet.
Die Gemeinde Markt Au hat seit dem Jahr 1349 die bestätigten Marktrechte und erhielt 1448 von Kaiser Friedrich III. das Gemeindewappen – grünes Schild mit drei weißen Rosen.
Seit Jahrhunderten wird Hopfen auf den Gemeindefluren angebaut. Auer Hopfen wird in Deutschland hochgeschätzt und hat sich darüber hinaus einen Weltruf erworben.

Adresse

Schlossbrauerei Au-Hallertau
Willibald Freiherr Beck v. Peccoz GmbH & Co
Schloßbräugasse 4
84072 Au in der Hallertau, Deutschland
Tel: 08752-86320
E
-Mail: info@auer-bier.de
Homepage: www.auer-bier.de


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