Der Hopfenstopfer
Der Hopfenstopfer

Hopfenstopfer

Die besten Ideen entstehen oft aus einem Spaß heraus. Dies war auch bei Thomas Wachno und seiner Brauerei Hopfenstopfer der Fall. Lange Zeit arbeitete Wachno ganz konventionell bei Häffner Bräu, absolvierte dort zunächst die Ausbildung zum Brauer und Mälzer und übernahm anschließend den Posten des Braumeisters. Im Jahr 2008 kam ihm dann gemeinsam mit einem Landwirt aus der Region eine Idee: Warum nicht einmal den Hopfen selbst anbauen? Also zog Wachno los und holte sich aus der nächstgelegenen Gärtnerei vier Hopfenpflanzen. Als diese geerntet werden konnten, probierte der junge Brauer etwas aus, dass er zuvor in einer Fachzeitschrift gelesen hatte: Er gab den Hopfen erst nach der Hauptgärung hinzu – geboren war das erste hopfengestopfte Bier von Häffner Bräu.

Seit 2010 gibt es die Marke Hopfenstopfer

Sein erster Eindruck von der Eigenkreation: Eher ungewohnt, aber durchaus schmackhaft. Also experimentierte er weiter, nutzte freie Kapazitäten bei seinem Arbeitgeber und gab die so produzierten neuen Sorten zunächst an Freunde und Bekannte. Diese waren begeistert, sodass der Kreis der Abnehmer immer größer wurde. Im Jahr 2010 bekam das Projekt dann schließlich einen eigenen Namen: Hopfenstopfer. Neben den normalen Bieren von Häffner Bräu gab es nun also auch noch Craft Beer unter dem Label Hopfenstopfer. Mit dem Begriff Craft Beer konnte Wachno zunächst allerdings noch gar nichts anfangen. Erst als Bestellungen aus ganz Deutschland bei ihm eintrafen, merkte er, dass er da auf ein Thema mit viel Potential gestoßen war.

 

Der Braumeister arbeitet weiterhin bei Häffner Bräu

Zu Beginn stammte der Hopfen seiner besonderen Biere dabei weiterhin aus der Region, ebenso ein erheblicher Teil des genutzten Malzes. Im Laufe der Zeit begann der experimentierfreudige Brauer aber auch damit, neue Hopfensorten auszuprobieren. So ließ er sich Citra-Hopfen aus den USA kommen und kreierte damit das sogenannte Citra Pale. In der Folge bestellte er immer öfter neue Hopfensorten und erweiterte so seinen Erfahrungsschatz. Noch immer arbeitet Thomas Wachno allerdings hauptberuflich bei Häffner Bräu. Den Sprung in die Eigenständigkeit wagte er ganz bewusst nicht: Als Vater von zwei Kindern fürchtete er, dass ihm dann die Zeit für die Familie fehlte.

 

Die Brauanlage ist fast immer voll ausgelastet

So ist Hopfenstopfer heute noch immer Teil von Häffner Bräu. Braumeister Thomas Wachno hat aber freie Hand bei der Produktion der verschiedenen Biersorten. Der Erfolg der selbst kreierten Craft Biere lässt die hauseigene Brauanlage allerdings nach und nach an ihre Grenzen stoßen. Früher nutzte der Braumeister einfach die Zeiten, in denen gerade kein anderes Bier gebraut wurde, um seine Eigenkreationen zu produzieren. Heute hingegen muss er jede Minute genau verplanen, um die begrenzten Kapazitäten der Anlage optimal zu nutzen. Trotzdem kommt es bis heute immer wieder zu Lieferengpässen, wenn die Brauerei nicht mit der Produktion nachkommt, weil so viele Bestellungen vorliegen.

 

Nur natürliche und hochwertige Rohstoffe werden verwendet

Thomas Wachno spricht zudem immer wieder von einem Natürlichkeitsgebot, wenn es um seine Brauphilosophie geht. Damit ist gemeint, dass ausschließlich natürliche Rohstoffe zum Einsatz kommen. Auf Extrakte und chemische Zusatzstoffe wird hingegen vollständig verzichtet. Auch die Vorgaben des deutschen Reinheitsgebots werden natürlich beachtet. Außerdem verzichtet Thomas Wachno bewusst auf eine Filtrierung und Maßnahmen zur Steigerung der Haltbarkeit seiner Biere. Nichts soll den natürlichen Geschmack der Hopfenstopfer trüben. Beim Einkauf der Rohstoffe gilt für den jungen Brauer: Keinesfalls am falschen Ende sparen! Auch der beste Bierbrauer kann kein gutes Bier produzieren, wenn die Qualität der verwendeten Rohstoffe nicht stimmt.

 

Thomas Wachno ist rund um die Uhr eingespannt

Inzwischen sind unter dem Namen Hopfenstopfer ein Strong Ale, zwei Indian Pale Ale und ein Citra Ale erhältlich. Aufgrund der begrenzten Produktionskapazitäten müssen bei der Bestellung aber teilweise gewisse Wartezeiten einkalkuliert werden. Denn neben der Produktion seiner Hopfenstopfer braut Wachno weiterhin die konventionellen Biere für Häffner Bräu, betreibt einen Getränkevertrieb sowie einen Festservice und muss außerdem auch noch ausreichend Zeit für seine Familie finden. Der junge Brauer bemüht sich aber trotzdem alle Bestellungen des Hopfenstopfers so zeitnah wie möglich auszuliefern.

Adresse

Häffner Bräu GmbH
Salinenstraße 24
74906 Bad Rappenau, Deutschland
Tel: 07264-8050
E-Mail: HotelHaeffner@t-online.de
Homepage: www.brauerei-haeffner.de


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