Monika Meinel-Hansen, Isabella Mereien und Gisela Meinel-Hansen von Meinel Bräu (Quelle: Meinel Bräu)
Monika Meinel-Hansen, Isabella Mereien und Gisela Meinel-Hansen von Meinel Bräu (Quelle: Meinel Bräu)

Meinel Bräu

Die traditionsreiche Brauerei Meinel-Bräu, die bereits im Jahre 1731 gegründet wurde, ist die einzige Brauerei in Hof, die noch heute in Familienbesitz verblieben ist. Beheimatet ist die charmante Brauerei im Nordosten Bayerns in einer malerischen Region in Oberfranken, nahe der tschechischen Grenze in der Stadt Hof. Die Bierbrauerei hat eine lange Tradition in Hof, die hier gebrauten Biere sind schon seit Jahrhunderten weit über die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt. Auch die Brauerei Meinel-Bräu ging seit ihrer Gründung bei der Einhaltung der hohen Qualitätsstandards keine Kompromisse ein. Dabei war man hier stets bemüht, ein traditionelles Verfahren mit moderner Technik nachhaltig zu kombinieren. Das Ergebnis ist eine breite Palette an Biersorten, die das Herz eines jeden Liebhabers höher schlagen lassen.

Gegründet wurde das Familienunternehmen bereits 1731 von Johann Meinel dem Älteren, kurz nachdem er und seine Familie von der Stadt Hof das Bürgerrecht verliehen bekamen. Ein Blick in die alten Bücher der Stadt verrät, dass er zum selben Zeitpunkt bereits das Braurecht innehatte. Der älteste Sohn Nikolaus Salomon ließ ab 1750 im ehemaligen Steinbruch der Stadt Bier ausschenken.

Im Jahre 1861 kam es zur Hochzeit zwischen Johann Georg Meinel, der zu diesem Zeitpunkt die Geschicke der Brauerei in Händen hielt, und Kunigunda Barbara Herath. Die neue Wirtin ließ sogleich ihre Gaststube vergrößern um noch mehr Gästen Platz zu schaffen. Die allseits beliebte Frau wurde von ihren Gästen liebevoll „Bas“ genannt, was auf den nicht mehr allzu gebräuchlichen Begriff Base (Cousine) zurückzuführen ist. Noch heute nennt sich das Stammhaus, das Anwesen Vorstadt 13, Meinels-Bas. Dem grandiosen Fähigkeiten der Braumeister und dem Charme sowie Geschäftssinn der „Bas“ ist es zu verdanken, dass sich Meinel-Bräu in dieser Zeit unter 27 weiteren Kommun-Bierschenken in Hof behaupten konnte.

Dennoch blieb das Bierbrauen für die Familie lange Zeit nur ein Nebenerwerb. Die Meinels waren vorwiegend Handwerker, die sich ihr täglich Brot als Gerber oder in der Landwirtschaft verdienten. Trotzdem blieben sie ihrer Tradition als Bierbrauer stets treu und erlaubten es sich zu keinem Zeitpunkt Kompromisse auf Kosten der Qualität einzugehen. Erst die industrielle Revolution änderte die Situation grundlegend. Ausgehend von England erreichte sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch Deutschland und führte zu tiefgreifenden Veränderungen der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Bevölkerung. Erfindungen wie etwa die der Dampfmaschine beeinflussten ganze Handwerkszweige, machten viele Arbeitsabläufe überflüssig, schuf dafür auf der anderen Seite neue Perspektiven. Auch der Brauereibetrieb der Familie Meinel blieb von diesen Veränderungen nicht unberührt. Die Gerberei warf immer weniger Gewinn ab, so dass man beschloss, das vormals zweite Standbein der Bierbrauerei zur Haupteinnahmequelle auszubauen. Man entschied sich dafür, das Brauen in der Kommune aufzugeben und gründete eine eigene private Brauerei.

Nach einem eher schleppenden Start, begannen sich die Geschäfte des kleinen Unternehmens gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu festigen. Im Jahre 1897 ließ Georg Karl Meinel einen Eis-, Gär-, und Lagerkeller sowie eine Kläranlage errichten. Nach der Jahrhundertwende, im Jahre 1902, folgte an der Alten Plauener Straße ein eigenes Sudhaus. Auf Grund seiner Lage am Fuß des Felsens zum Theresienstein wurde das Haus auch gelegentlich als „Brauerei am Park“ bezeichnet. Nach dem Tod Georg Karls übernahm sein Sohn Johann Georg die Geschicke der Brauerei und führte diese sicher durch die Wirren der Nachkriegszeit und des deutschen Wirtschaftswunders.

Nach Johann Georg übernahm erstmals eine Frau die Führung des kleinen Unternehmens. Gisela Helene Meinel-Hansen nahm gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Braumeister Hans-Joachim Hansen, umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Brauerei und der dazugehörigen Gaststädte vor und baute beides zu einem modernen Unternehmen aus. Im Jahre 1999 wurde das Haus durch eine Destillerie erweitert, in der seither neben verschiedenen Bierbränden auch Kräuterbrände destilliert werden. Für die Bierproduktion werden ausschließlich heimische Rohstoffe aus der Region und aus nachhaltigem Anbau in Betracht gezogen. Der Verband mittelständischer Brauereien verlieh den Meinels dafür im Jahre 1999 das begehrte Gütesiegel „Qualität aus Bayern“. Beim weltweiten Bierwettbewerb „European Beer Star“ wurde im Jahre 2014 der Meinel Doppelbock Hell mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Nach einem Ende der Familientradition sieht es derzeit glücklicherweise nicht aus. Die Töchter Moni und Gisi scheinen mit Vergnügen in die Fußstapfen ihrer Vorfahren zu steigen. Moni erhielt im Jahre 2009 ihren Braumeistertitel als jüngste Bierbrauerin Deutschlands. Ihre Schwester Gisi ist eine ausgebildete Getränkebetriebswirtin.

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Meinel Bräu
Alte Plauener Str. 24
95028 Hof, Deutschland
Tel: 09281-3514
E-Mail: meinebestellung@meinel-braeu.de
Homepage: www.meinel-braeu.de