Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber von Frau Gruber
Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber von Frau Gruber

Frau Gruber

Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber entdeckten gemeinsam in Australien ihre Liebe zum Craft Beer und entwickelten schnell den Plan eine eigene Biermarke zu kreieren. Dies ist allerdings heutzutage gar nicht mehr so ungewöhnlich. Doch die beiden Gründer versuchten sich von Anfang an klassischen Dogmatiken zu entziehen und so eine individuelle Marke zu erschaffen. Dies beginnt schon bei der eher ungewöhnlichen Namenswahl, die Bezug nimmt auf die Nachnamen der beiden Gründer. Aber auch die Verpackung des selbst gebrauten Biers ist eher ungewöhnlich: Frau Gruber verkauft ausschließlich Dosenbier.
Dies geschieht aber nicht aus Marketinggründen, sondern weil die Gründer überzeugt sind, dass die Qualität des Biers in den luft- und lichtundurchlässigen Dosen am besten erhalten bleibt. Allerdings gibt es auch keine andere Möglichkeit: In der Brauerei von Frau Gruber gibt es nur eine Dosenfüllanlage. Das Bier erst zur Abfüllanlage zu fahren ist hingegen keine Lösung: Darunter könnte die Qualität leiden.

Die ersten fünf Biersorten kamen zeitgleich auf den Markt

Überhaupt gehört Marketing nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen der beiden Brauereigründer. So entschieden sie sich gegen einen langsamen Aufbau der Marke und ließen stattdessen ihrer Lust und Kreativität freien Lauf: Frau Gruber kam gleich mit fünf Biersorten auf einmal auf den Markt. Diese trugen zudem ungewöhnliche Namen wie „Green is Lord“ – ein hopfenlastiges Pale Ale – oder „Yeast is King“ – ein Indian Pale Ale. Doch der Erfolg gibt Frauenschuh und Gruber bisher recht: Die verschiedenen Biere erfuhren in der Fachwelt große Anerkennung und verkauften sich gut. Oder in konkreten Zahlen ausgedrückt: Die ersten 120 Hektoliter waren innerhalb kürzester Zeit verkauft.

Frauenschuh und Gruber sind bekannte Namen in der Szene

Allerdings sind Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber in der Bierszene auch keine völlig unbekannten Namen. Frauenschuh studierte an der berühmten Weihenstephan Universität und sammelte lange Jahre Erfahrung als zweiter Braumeister bei der Brauerei Riegele. Dort allerdings sah er irgendwann keine Perspektive mehr. Denn der erste Braumeister war noch deutlich zu jung, um in Rente zu gehen. Frauenschuh entschloss sich daher zum Sprung in die Selbstständigkeit. Sein Freund Matthias Gruber hingegen war bereits seit einiger Zeit Vollzeit-Unternehmer. Er betrieb den Craft Beer Großhandel „Liquid Hops“. Heute ist Frauenschuh für die Produktion des Biers verantwortlich, während Gruber den Vertrieb organisiert.

Die Besonderheit liegt in der Liebe zur Hefe

Jede neue Marke benötigt allerdings auch ein Alleinstellungsmerkmal, um sich aus der immer größer werdenden Masse an Craft Beer Brauereien herauszuheben. Bei Frau Gruber ist dies vor allem der besondere Fokus auf die Bierhefe. Denn während in normalen Brauereien oft nur zwei Hefesorten für die gesamte Produktpalette verwendet werden, kommen bei Frau Gruber schon für die bisherigen fünf Biere sechs verschiedene Bierhefen zum Einsatz. Der Clou dabei: Frauenschuh gelingt es durch den Einsatz der Hefe besondere Geschmacksrichtungen zu kreieren – ohne gegen das deutsche Reinheitsgebot zu verstoßen. So kann bei einigen Bieren von Frau Gruber beispielsweise ein leichter Mango-Geschmack entdeckt werden.

Die Camba Old Factory ist auf Gybsy-Brauer spezialisiert

Wie viele andere Bierenthusiasten auch, träumen die beiden Gründer davon, eines Tages auch über eine eigene Brauereianlage zu verfügen. Bisher allerdings wird das Bier von Frau Gruber noch in der Camba Old Factory in Gundelfingen gebraut. Diese wurde von Markus Lohner, Chef von Braukon und Camba Bavaria, gegründet und hat sich auf die Produktion für unabhängige Gypsy-Brauer spezialisiert. Auf der Suche nach einem Braumeister geriet dann schnell Enzo Frauenschuh ins Blickfeld. Dieser wollte die Aufgabe aber nur übernehmen, wenn er nebenher noch sein eigenes Projekt verfolgen konnte. Schnell wurden sich die beiden einig, sodass das Bier von Frau Gruber neben vielen anderen Gypsy-Bieren in der Camba Old Factory gebraut wird.

Ein modernes Helles als Referenz an Bayern

Heute bietet Frau Gruber ganzjährig vier Biere an: Ein Indian Pale Ale, ein Bavarian Pale Ale, ein Kellerbier und ein unfiltriertes Helles. Das Helle ist dabei so etwas wie eine Referenz an die bayerischen Wurzeln der Gründer von Frau Gruber. Oder anders ausgedrückt: Die beiden trinken selbst sehr gerne mal ein Helles und haben sich daher entschlossen, selbst eins zu brauen. Allerdings legen sie Wert darauf, dass es sich um eine modernes Helles handelt – hopfengestopft und mit deutlich wahrnehmbarer Hopfenblume. Die beiden Gründer sind überzeugt, dass sie so auch den einen oder anderen Pilstrinker von ihren Kreationen überzeugen können.

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FrauGruber Craft Brewing
An der Weberei 1
Gundelfingen an der Donau, Deutschland
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